Der unaufhaltsame Aufstieg der Photovoltaik in Deutschland

Das Buch „Solare Klostergeschichten – Chronik des Symposiums Photovoltaische Solarenergie 1986 bis 2025“ zeichnet den unaufhaltsamen Aufstieg der Photovoltaik in Deutschland nach.

Die solare Stromerzeugung hat sich in den vergangenen 40 Jahren gegen viele Widerstände durchgesetzt. Die Kosten der aus Sonnenlicht erzeugten Kilowattstunde sind auf weniger als 10 % gefallen, und seit kurzem liefern die deutschen Photovoltaik-Anlagen mehr Strom als die Braunkohlekraftwerke. Und es geht weiter aufwärts.

Am Beispiel des Symposiums in Bad Staffelstein, das seit 1986 im Kloster Banz stattfindet, kann man die Geschichte der Photovoltaik in Deutschland seit der Katastrophe von Tschernobyl lückenlos nachvollziehen. Denn das erste Symposium fand nur wenige Tage vor dem 26. April 1986 statt.

Die Photovoltaik war damals noch ein zartes Pflänzchen. Es war noch nicht daran zu denken, den Solarstrom ins Netz einzuspeisen. Die Anwendungen beschränkten sich auf autonome System und Inselsysteme. Ein 100-Watt-Modul lieferte Strom für eine Bleibatterie, an die kleine Verbraucher angeschlossen waren, zum Beispiel drei Glühlampen oder ein Kühlschrank.

Erst einige Jahre später folgte der erste Wechselrichter, dann das Stromeinspeisungsgesetz und das 1000-Dächer-Programm, das zu einem ersten kleinen Aufschwung führte, bevor 1995 die erste Krise der Photovoltaik-Branche in Deutschland einsetzte. Sie wurde durch die kurz danach beginnende Gründerzeit der Photovoltaik-Industrie wieder beendet.

Wiederum einige Jahre später wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz aus der Taufe gehoben, zunächst noch begrenzt durch den 1000-MW-Deckel, der aber eines Tages sang- und klanglos fiel. Bald darauf setzte der erste Boom der Photovoltaik in Deutschland ein, der innerhalb weniger Jahre mehrere Solarkonzerne entstehen und bald darauf wieder abstürzen ließ.

Später wurde im Kloster Banz lebhaft über die widersprüchliche Regelung der Eigenstromversorgung diskutiert, dann über das komplizierte Mieterstromgesetz und schließlich über die Vorherrschaft der chinesischen Solarfabriken.

Der erstaunliche und letzten Endes unaufhaltsame Aufstieg der Photovoltaik in Deutschland von der winzigen Nischenanwendung zur tragfähigen Säule der Stromversorgung war kein Spaziergang, sondern hat viele Rückschläge, aber auch überraschende Durchbrüche erlebt. Wer all dies aus erster Hand erfahren wollte, musste Jahr für Jahr ins Kloster Banz reisen. Zusammengefasst sind die 40 Symposien, die seit 1986 stattgefunden haben, in dem Buch „Solare Klostergeschichten“, das kürzlich in der 4. Auflage erschienen ist.

Detlef Koenemann, Solare Klostergeschichten Chronik des Symposiums Photovoltaische Solarenergie 1986 bis 2025

Das Buch kostet 42 € (inkl. MwSt und Versand) und kann beim Autor bestellt werden: info@detlef-koenemann.de

Hier können Sie einige Kapitel des Buches „Solare Klostergeschichten“ probelesen:

1996-1999: Gründerjahre in Deutschland

2002-2004: Steigflug in die Wolken

2013-2015: Durch die Talsohle